GIMP-Handbuch

Das große deutsche Handbuch zu GIMP


MOV vs. MP4

Sie möchten MOV-Videos mobil abspielen, kein Problem, der Artikel zeigt Ihnen, wie Sie MOV bearbeiten müssen, um es mobil nutzen zu können.

MOV vs. MP4

Vielleicht kennen Sie genau dieses Problem, Sie sind mit Ihrer Kamera mobil (ohne PC) unterwegs, nehmen ein Video auf und möchten es sofort auf dem Smartphone bearbeiten (zum Beispiel mit PowerDirector oder Quik). Doch da kommt die Ernüchterung, Ihre Kamera nimmt Videos im Format MOV auf und die APP des Smartphone kann lediglich MP4 verarbeiten - was nun?

Oft trifft dies User der Kameramarke Nikon, da dieser Hersteller das offene Format MOV bei fast all seinen Kameras implementiert hat. Aber auch einige Modelle aus dem Hause FUJIFilm sind davon betroffen.

Die Lösung

Es ist wirklich ganz einfach... Das Problem können Sie jedoch auch ohne Computer unterwegs oder im Hotelzimmer leicht selbst beheben.

Übertragen Sie Ihren Film von der Kamera auf das Smartphone. Dort müssen Sie den Dateiexplorer öffnen und in das Verzeichnis wechseln in dem die Kamera-APP das Video übertragen hat. Benennen Sie die Dateiextension einfach von:

> DSC_2018102.MOV

in

> DSC_2018102.MP4

um.
Nachfolgend die bebilderte Vorgehensweise für eine Videodatei aus dem Ordner der Canon 200D. Den Dialog zum Umbenennen finden Sie in diesem Beispiel oben rechts unter den drei Punkten (das so genannte Burger-Menü).

BILD: Dateimanager

Starten Sie den Dateimanager des ANDROID

Der Dateimanager kann auf jedem Smartphone anders heißen oder aussehen. Manchmal wird er auch "Eigene Dateien" genannt. Diesen müssen Sie starten (siehe Bild oben).

BILD:

Wählen Sie das Verzeichnis

Wechseln Sie in das Verzeichnis in dem Ihre MOV-Videodatei abgelegt ist, in meinem Beispiel ist es der Download-Ordner der Canon-Connect APP. Tippen Sie das Burger-Menü (die drei Punkte oben rechts) an.

BILD:

Benennen Sie um über das Menü

Über den Menüpunkt "Umbenennen" können Sie Dateien auf Ihrem Smartphone umbenennen. Beachten Sie jedoch bitte die unter ANDROID geltende Namenskonvention.

BILD:

Umbenennen der Extension MOV in MP4

Bei der Vergabe des neuen Dateinamens sollten Sie Sonderzeichen, Umlaute oder Leerzeichen vermeiden, um Problemen aus dem Wege zu gehen.

BILD:

Meldung bestätigen. Es ist lediglich ein Hinweis

Haben Sie einen neuen Dateinamen mit der Extension MP4 vergeben, dann weist Sie das Betriebssystem noch einmal darauf hin, das die Datei eventuell unbrauchbar werden könnte. Im Zweifelsfall können Sie die Datei jedoch gerne wieder in MOV zurück benennen falls es nicht funktioniert.

Warum dies funktioniert?

Sie werden sich fragen warum dieser Trick funktioniert, denn beispielsweise kann man ein JPG nicht in ein PNG umbenennen, eine Grafikverarbeitung könnte solch eine Datei nicht mehr verarbeiten.

Der Grund ist jedoch simpel, denn MOV ist eigentlich gar kein echtes Videoformat, es ist ein Kontainerformat wie es beispielsweise auch PDF ist. Demnach ist es vergleichbar mit einer leeren Schüssel in die Sie etwas hinein legen können. Innerhalb dieses MOV-Kontainers speichert die Kamera das Video im regulären MP4-Format ab. Folglich funktioniert das umbenannte MOV als MP4 weiterhin, denn es ist ja auch ein MP4 drin.

Kritisch wird es jedoch, wenn der MOV-Kontainer ein anderes Format als MP4 enthält, dann funktioniert dieser Trick leider nicht mehr.



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Autor: Oliver Lohse   Datum: 2020-08-31   Kategorie: Dateiformate   Schlagworte: Dateiformat • JPG • VR • virtuell • 360