GIMP-Handbuch

Das große deutsche Handbuch zu GIMP


Grafiktablet

Grafiktablets sind der Mauseingabe in GIMP deutlich zu bevorzugen, da diese wesentlich natürlicher und intuitiver funktionieren - bereits ab GIMP 2.4

Grafiktablet

Ähnlich wie die Computer-Maus, dient das Grafiktablet zur Eingabe von so genannten Zeigebewegungen, also Gesten die Sie mit der Handbewegung ausführen.

Das Grafiktablet besteht aus zwei Teilen, zum einen das Tablet selbst und zum anderen der so genannte Digitizer, ein kleiner Stift mit ein wenig Elektronik im Inneren.

Im Gegensatz zur Computer-Maus zeichnet das Grafiktablet keine relativen Bewegungen auf, sondern die absoluten XY-Positionen bezogen auf einen festen Null-Punkt.

Das Tablet zeichnet alle Stiftbewegungen und variablen Druckpunkte des Digitizers auf und gibt diese Informationen an den Computer weiter. Alle Bewegungen werden auf einen festen Koordinatenursprung X= 0, Y= 0 des Tablets bezogen, meist befindet er sich links oben oder links unten auf dem Tablet. Da das Tablet mit festen Koordinaten arbeitet, können Sie beim zeichnen von Grafiken und Bildern nicht verrutschen wie es bei der Maus sehr oft der Fall ist.

So funktioniert es in GIMP 2.8

Die Druckstärke des Digitizers wird in den meisten Fällen in eine dickere oder stärkere Stiftstärke auf dem Blatt Papier des GIMP umgewandelt (dies lässt sich jedoch weitesgehend einstellen). GIMP simuliert dadurch einen echten Stift den Sie ebenfalls mit unterschiedlicher Kraft auf das Papier drücken. Sie erhalten dadurch eine fast vollkommen natürlich wirkende Linienführung.

Die richtige Tabletgröße für GIMP

In den meisten Fällen haben sich Größen von A4 bis A3 für Tablets als ideal herausgestellt. Bei großen Monitoren sollten Sie auch große Tablets einsetzen.

Natürlich können Sie mit noch größeren Tablets arbeiten, jedoch werden die sehr langen Bewegungen von einer Ecke zur gegenüberliegenden Ecke auf Dauer sehr anstrengend und ermüdend für den Arm.

Wenn Sie Ihr Tablet zu klein wählen, werden Ihre Arbeiten oft sehr schnell unpräziese, da kleinste Stiftbewegungen in lange Strecken am Monitor umgerechnet werden.



Weiter stöbern


GIMP und GEGL

GEGL ist eine Grafikbibliothek des GIMP die für rechenintensive Operationen entwickelt wurde. War GEGL bereits teilweise in Version 2.8 implementiert, so ist sie jetzt fester Bestandteil.

Kombinierte Eingaben

Die Eingabefelder des GIMP können mehr als nur Werte einzugeben, diese Felder können einfache mathematische Ausdrücke auswerten, dies können Sie nutzen.


Autor: Oliver Lohse   Datum: 2020-07-06   Kategorie: Grundlagen   Schlagworte: Tablet • Maus • Digitizer • Eingabe